Der Fachkaufmann ist ein Funktionsspezialist. Er konzentriert sich voll und ganz auf eine betriebliche Funktion: als Bilanzbuchhalter, Außenhandelsexperte, Spezialist für das Personalwesen, das Marketing oder andere. Damit ist der Fachkaufmann branchenübergreifend einsetzbar.
Die Fortbildung ist sehr in die Tiefe gehend und detailliert. Die Vermittlung betriebswirtschaftlicher Allgemeinkenntnisse tritt dagegen in den Hintergrund.
Unabdingbar ist die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen: bei der Umsetzung der sich ständig ändernden gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften, der Implementation neuer Techniken und Methoden oder neuer betriebswirtschaftlicher Erkenntnisse.
Dem Spezialisten eröffnen sich gute Verdienstmöglichkeiten, in kleinen und mittleren Unternehmen ist er häufig nur schwer ersetzbar. Er verfügt über Kenntnisse, die viele andere, auch Akademiker, nicht besitzen. Er hat eine hohe Verantwortung, genießt aber auch hohes Ansehen. Die Weiterbildung zum Fachkaufmann bietet zudem gute Karrierechancen: als Referent in Stabsstellen, externer Berater oder als Gruppen- und Abteilungsleiter. Die Zugangsvoraussetzungen sind ähnlich wie beim Fachwirt: Neben einer abgeschlossenen kaufmännischen oder verwaltenden Berufsausbildung wird eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren erwartet.
Bei anderen Berufsabschlüssen müssen mindestens drei Jahre Berufspraxis nachgewiesen werden. Bei Fehlen einer Berufsausbildung müssen Sie mindestens fünf Jahre in der Praxis gewesen sein. Die Berufspraxis muss deutliche Bezüge zum angestrebten Fortbildungsabschluss aufweisen.
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