Sie sind berufstätig?

Für Berufstätige bieten sich mehr Wege sich weiterzubilden, als es auf den ersten Blick erscheint. Von der berufsbegleitenden Variante bis zum Bildungsurlaub sind viele Möglichkeiten denkbar. Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber, welches Modell umsetzbar ist oder holen Sie sich Tipps von unserer Studienberatung.

Selbstverständlich wäre es schön, wenn Ihr Arbeitgeber Sie finanziell unter­stützt. Das ist jedoch nicht immer realisierbar. Trotzdem können Sie sich Ihren Weiterbildungs­wunsch erfüllen. Denn auch von Bund und Ländern gibt es Fördermöglichkeiten. Die Gängigsten stellen wir Ihnen hier gerne für einen ersten Überblick vor:

Aufstiegs-BAföG

Das Aufstiegs-BAföG (früher Meister BAföG) unter­stützt Fachkräfte bei der Finanzierung ihrer Fortbildung. Gefördert werden Abschlüsse, die über dem Niveau eines Facharbeiter-, Gesellen-, Gehilfen- oder Berufsschulabschlusses liegen. Die Förderung der Lehrgangsgebühren ist alters-, einkommens- und vermögensunabhängig und besteht zu einem Teil aus einem Zuschuss  und zum anderen Teil aus einem zinsgünstigen Darlehen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Auch Lebensunterhalt, Ehepartner und Kinder können bezuschusst werden. Sie können für jeden Lehrgang, durch den Sie einen höheren Abschluss erreichen, Meister-BAföG beantragen. So können Sie zum Beispiel zuerst für den „Wirtschaftsfachwirt“ und dann nochmals den „Betriebswirt“ gefördert werden. Weitere Informationen, Beispielrechnungen und die Formulare finden Sie hier.

Weiterbildungs­stipendium / IHK Begabtenförderung

Die „Begabtenförderung berufliche Bildung“ des Bundes bietet Absolventen die Möglichkeit einer Förderung zur beruflichen Weiterbildung. Voraussetzung ist, dass Sie Ihre duale Berufsausbildung mit besser als "gut" abgeschlossen haben und jünger als 25 Jahre alt sind. Die Anträge müssen bei Ihrer ehemaligen Kammer gestellt werden (IHK, Handwerkskammer, Ärztekammern usw.). Weitere Informationen finden Sie hier.

Bildungsprämie / Prämiengutschein

Ziel der Bildungsprämie ist es, Personen mit geringerem Einkommen eine Weiterbildung zu ermöglichen. Die Antragssteller müssen mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sein und ein zu versteuerndes Einkommen von weniger als 20.000€ (bzw. 40.000 € bei Verheirateten) haben. Der Prämiengutschein deckt die Hälfte der Weiterbildungskosten ab, maximal jedoch 500 €. Die Beratungsstellen und auführliche Informationen hierzu finden Sie hier.

Bildungsprämie / Spargutschein

Arbeitnehmer, die einen vermögenswirksamen Sparvertrag abgeschlossen haben, können sich das Geld für eine Weiterbildung vorzeitig auszahlen lassen, ohne die staatlichen Sparprämien zu verlieren. Weitergehende Informationen finden Sie hier.

Bildungsurlaub

Bildungsurlaub ist eine besondere Form des Urlaubs, die der beruflichen Weiterbildung dient. Die genauen Konditionen können in den einzelnen Bundesländern teilweise abweichen. Derzeit gehen nahezu alle Landesgesetze von einer bezahlten Freistellung von fünf Tagen im Jahr aus.  Nähre Informationen finden Sie hier.

Förderprogramme der Länder

In fast jedem Bundesland existieren weitere Förderprogramme. Informieren Sie sich hierzu beim Landratsamt Ihres Erstwohnsitzes.

Steuern sparen

Auch ohne Förderung ist eine Weiterbildung bezahlbar, denn Kursgebühr, Anfahrt und Lernmaterialien können von der Steuer abgesetzt werden. Dies lohnt sich für Arbeitnehmer und Selbst­ständige, die eine erste Berufs­ausbildung abge­schlossen haben und sich nun auf eigene Kosten weiterbilden möchten. Aber auch Arbeitssuchende, die die berufliche Auszeit für eine Fortbildung nutzen, können ihre Ausgaben steuerlich absetzen.

Sie möchten eine Frage loswerden oder haben ein dringendes Anliegen? Dann nehmen Sie direkt Kontakt zu uns auf.

Sie haben schon eine bestimmte Weiterbildung im Kopf oder möchten sich einen ersten Überblick verschaffen?