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Geld sparen mit dem Aufstiegs-BAföG

30. Oktober 2017, in Finanzierungs­möglich­keiten

Klaus Konrad ist ein ambitionierter junger Kundenberater. Der 25-jährige ist nach einer abgeschlossenen Aus­bildung zum Bürokaufmann nun seit knapp fünf Jahren in seinem Unternehmen tätig. Im Allgemeinen ist er ganz zufrieden mit seinem Job. Das Arbeitsklima ist angenehm und der Kontakt zu seinen Kunden macht ihm Freude, aber ihm fehlt irgendwie das gewisse Etwas – eine neue Herausforderung! Mehr Verantwortung und komplexere Aufgaben, als Teamleiter arbeiten, ein eigenes Projekt managen...das wäre schön. Und natürlich auch mehr Gehalt, das steht außer Frage! Um die nächste Sprosse auf der Karriereleiter zu erklimmen, möchte er seine Kompetenzen und sein Wissen erweitern und sich fortbilden. Nach Absprache mit seinem Chef hat er sich für eine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt entschieden. Eine optimale Qualifikation und viele Zukunftschancen zeichnen diese Weiterbildung aus, denn als Wirtschaftsfachwirt ist man ein echtes Allroundtalent. Ob Organisation, Führung, Marketing, Controlling oder Absatzwirtschaft – als Wirtschaftsfachwirt IHK ist man den Anforderungen sämtlicher Bereiche gewachsen. Dem Karriereaufstieg steht erstmal nichts mehr im Wege. Durch die höhere Qualifikation steigen auch die Verdienstaussichten, wobei das Gehalt natürlich vom jeweiligen Unternehmen und der Position abhängt.

Nach ausgiebiger Recherche hat sich Klaus für den berufsbegleitenden Lehrgang „Geprüfte/r Wirtschaftsfach­wirt/in IHK“ im BFZ in Heidelberg entschieden. „Aber 4362 Euro sind erstmal eine ganz schöne Stange Geld!“, denkt er sich. „Kann ich mir das überhaupt leisten?“

Da Klaus schon frühzeitig geplant hat und sich vier Monate vor Kursbeginn angemeldet hat, bekommt er den Frühbucherrabatt und spart ganze 1000 Euro. Er kann die Kurskosten in Raten abzahlen und somit werden knapp 281 Euro im Monat fällig. So sieht das ja schon mal ganz anders aus!

In der Bildungsberatung erfährt Klaus, dass er Aufstiegs-BAföG beantragen kann und so finanziell vom Staat unter­stützt wird. Die Förderung besteht aus einem nicht rückzahlungspflichtigen Zuschuss und zusätzlich aus einem zinsgünstigen Darlehen (optional). Der Lehrgang wird mit 40% bezuschusst und somit fallen die Klaus Kursgebühren insgesamt auf 2017,20 Euro. Beim Bestehen der Prüfung werden ihm weitere 40% erlassen. Bingo! Im Endeffekt zahlt Klaus für den Lehrgang insgesamt nur 1210,23 Euro. Das sind dann, wenn man die Summe auf das Jahr verteilt, monatlich etwas über 100 Euro. Das ist für Klaus auf jeden Fall machbar!

Zusätzlich kann Klaus den gesetzlichen Bildungsurlaub von fünf Tagen zum Lernen nutzen. Sein Chef steht auch hinter ihm und möchte Klaus unterstützen. Er gibt ihm vor den Prüfungen den Freitagnachmittag zum Lernen frei.

Klaus freut sich schon, wenn er sein Zeugnis zum „Geprüfte/r Wirtschaftsfach­wirt/in IHK“ in der Tasche kann und in seinem Beruf richtig durchstarten kann.

Ohne die finanzielle Unter­stützung für die Weiterbildung hätte Klaus die Kosten nicht stemmen können. Mithilfe des Aufstiegs-BAföG, das Teil­nehmer von weiterbildenden Maß­nahmen finanziell unter­stützt, kann er sich seinen Traum verwirklichen. Falls Klaus nach der Weiterbildung zum Fach­wirt noch den Betriebswirt machen möchte, bekommt er auch hier wieder finanzielle Unter­stützung.

Auch Menschen mit einem anderen beruflichen Hintergrund als Klaus können Aufstiegs-BAföG beantragen. Bachelorabsolventen, Studienabbrecher oder Abiturienten ohne Erstausbildungsabschluss, aber mit der von der Fortbildungsordnung geforderten Berufspraxis der Weiterbildung, erhalten Aufstiegs-BAföG. Voraussetzung ist, dass dies in der entsprechenden Prüfungsordnung auch so vorgesehen ist. Zudem ist die Unter­stützung unabhängig davon, ob die Maßnahme in Teilzeit oder Vollzeit absolviert wird und auch das Alter spielt beim Aufstiegs-BAföG keine Rolle. Ein besonderer Bonus ist, dass die Förderung der Lehrgangsgebühren einkommens- und vermögensunabhängig ist und zu einem Teil aus einem Zuschuss  und zum anderen Teil aus einem zinsgünstigen Darlehen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) besteht. Zudem können auch Lebensunterhalt, Ehepartner und Kinder bezuschusst werden. Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden, der Darlehensanteil jedoch schon. Das Darlehen ist zinsgünstig und während der Dauer der Fortbildung und einer anschließenden Karenzzeit  - längstens für sechs Jahre – zins- und tilgungsfrei.  Die Rückzahlung erfolgt im Anschluss innerhalb von 10 Jahren. Die monatliche Rate beträgt grundsätzlich mindestens 128 Euro.

Aufstiegs­fortbildungen, die beispielswiese zum Meister, Techniker, Fach- oder Betriebswirt führen sind jedem bekannt. Es gibt jedoch zahlreiche weitere Fortbildungen die mit Aufstiegs-BAföG gefördert werden – insgesamt mehr als 700. Weiterbildungsträger beraten oft unverbindlich und kostenlos bei einem persönlichen Gespräch, denn diese wissen, wie undurchsichtig der Finanzierungsdschungel sein kann – einfach nachfragen!

Weitere Informationen, Beispielrechnungen und die Formulare zum Aufstiegs-BAföG findet man hier.