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Weiterbildung mit dem Europäischen Sozialfonds

21. November 2017, BFZ Team in Finanzierungs­möglich­keiten

Der ESF ist seit 1957 das zentrale Finanzierungsinstrument der EU für Investitionen in Menschen. Er fördert eine bessere Bildung, unter­stützt durch Aus­bildung und Qualifizierung und trägt zum Abbau von Benachteiligungen am Arbeitsmarkt bei.

Auch mit 51 Jahren kann man noch einmal voll durchstarten, dachte sich Anja Bohle, Mutter von drei Kindern. Nach einer mehrjährigen Erziehungspause, in der sie nur auf geringfügiger Basis angestellt war, möchte sich die gelernte Krankenschwester nun zur Ernährungsberaterin im BFZ Heidelberg weiterbilden. Die Arbeitszeiten in ihrem alten Beruf sind für Anja auf Dauer nicht mehr tragbar, sie möchte sich mit dem Zertifikatslehrgang auf dem Arbeitsmarkt besser positionieren. Nach einem erfolgreichen Abschluss bieten sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise im Gesundheits- und Wellness-Sektor, im Fitnessbereich oder in der Gastronomie – das Tätigkeitsfeld ist breit gefächert.

Auch Tina Fuchs möchte beruflich die nächste Stufe erreichen. Sie ist 37 Jahre alt, und gelernte Personal­fach­kauf­frau – ihr Ziel ist der Weg in die Selbstständigkeit als Personal Coach IHK. Sie möchte eine Fortbildung am BFZ Heidelberg machen, besonders gut gefällt ihr hier die Mischung aus Präsenzunterricht und E-Learning.

Beide Frauen scheuen sich aber noch ihren Traum von der Weiterbildung umzusetzen, da sie sich wegen der finanziellen Belastung sorgen. Hier kommt der Europäische Sozialfonds (ESF) ins Spiel:

Unter dem Motto „Chancen fördern" beteiligt sich der ESF in Baden-Württemberg an der Finanzierung von Maß­nahmen, die die Beschäftigungs- und Bildungschancen erhöhen. Der ESF unter­stützt insbesondere Menschen in schwierigen Lebenssituationen, so dass sich ganz neue berufliche Perspektiven eröffnen und hilft dabei, den Einstieg in Aus­bildung oder Beruf zu schaffen.

Im BFZ in Heidelberg werden die Lehrgänge zum Personal Coach IHK sowie zum Ernährungsberater gefördert. Teil­nehmer unter 50 Jahre erhalten einen Rabatt von 30%, Teil­nehmer über 50 Jahre sogar 50%. Dabei ist zu beachten, dass der Wohnsitz oder Sitz des Arbeitgebers in Baden-Württemberg liegen muss. Angst vorm Bürokratiedschungel? Pustekuchen! Der Antrag ist wirklich ganz einfach: Der Teil­nehmer muss lediglich die Kopie des Ausweises bzw. die Arbeitgeberbescheinigung mitbringen. Das zuständige Bildungsinstitut, in dem Fall also das BFZ, kümmert sich um alle weiteren Formalitäten.

Anja Bohle wird, da sie über 50 Jahre alt ist, vom ESF mit 50% gefördert. So muss sie nur die Hälfte der Lehrgangsgebühren (1970 €) zahlen. Anja spart somit 985 €, die andere Hälfte kann sie beim BFZ in Raten zahlen.

Tina Fuchs wird mit 30% bezuschusst. Bei Lehrgangskosten von 4270 €, sind das 1281 €, die vom ESF übernommen werden. Beim berufsbegleitenden 12-monatigen Lehrgang kommen so nur noch monatlich 250 € auf Frau Fuchs zu. So können Anja und Tina mit dem Europäischen Sozialfonds ihrem Traum ein bisschen näher rücken.